Nachdem im ersten Teil unserer Interview-Reihe bereits Andreas Soika, der Product Owner von gevis COMMERCE | FORESIGHT, spannende Einblicke in seine Arbeit und Vision gegeben hat, richten wir heute den Fokus auf eine weitere treibende Kraft hinter dem Projekt. Im folgenden Gespräch gibt Alexandra Essig, Leiterin unserer Business Unit E-Commerce, einen persönlichen Einblick in ihren Werdegang und berichtet, wie sie zum Thema E-Commerce gekommen ist und welche Rolle sie heute bei der GWS spielt.
Erzähl uns etwas über deinen Werdegang: Wie bist du zum Thema E-Commerce gekommen?
Alexandra: Mein Einstieg ins Berufsleben begann nach dem Studium in einer Digitalagentur, wo ich als Teamlead an der Entwicklung einer Plattform für Microsoft-Partner beteiligt war. Über diese Plattform konnten Partner Events und Schulungen buchen – inklusive Zahlungsabwicklung, Bestellprozesse und Eventorganisation. In dieser Zeit habe ich sehr praxisnah erlebt, wie digitale Prozesse effizient gestaltet werden können, und bin dabei erstmals intensiver mit transaktionsbasierten Systemen in Berührung gekommen.
Schnell wurde mir klar: Das Thema E-Commerce – mit all seinen operativen, technischen und strategischen Facetten – liegt mir sehr und fasziniert mich. Das war für mich der Impuls, mich beruflich gezielt in diese Richtung weiterzuentwickeln.
Nach meinem Wechsel in eine neue Agentur habe ich zunächst als Projektmanagerin komplexe E-Commerce-Projekte für unsere Kund:innen verantwortet – insbesondere Shop-Einführungen. Dabei ging es um die gesamte Prozesskette: von der Anforderungsaufnahme über die Systemauswahl und Umsetzung bis hin zum Go-Live. Im weiteren Verlauf habe ich dann eine eigene E-Commerce-Unit innerhalb der Agentur aufgebaut und geleitet. Dort lag mein Fokus vor allem auf der Weiterentwicklung unseres Dienstleistungsportfolios, dem Teamaufbau und der Beratung unserer Kund:innen auf strategischer Ebene.
Nach über zehn Jahren auf Agenturseite hat mich schließlich ein Bekannter auf die Ausschreibung der GWS aufmerksam gemacht: Gesucht wurde ein „Head of Business Development E-Commerce“ – jemand mit viel E-Commerce-Erfahrung und dem Händchen, Strategien und Prozesse neu aufzubauen. Die Beschreibung passte so perfekt zu mir, dass ich mich fast gezwungen sah, mich zu bewerben. Und es hat tatsächlich von Anfang an gepasst – wie die sprichwörtliche Faust aufs Auge.
Heute leite ich die Business Unit E-Commerce bei der GWS – und bin sehr froh, die Perspektive gewechselt zu haben: von der Agentur zum Produkthersteller. Hier kann ich nicht nur gestalten, sondern auch langfristig etwas aufbauen.
Rückblickend war mein Weg in den E-Commerce eine bewusste Entscheidung – aus echtem Interesse an digitalen Geschäftsmodellen und dem Wunsch, Lösungen zu entwickeln, die für Nutzer:innen wirklich funktionieren.
Heute leite ich die Business Unit E-Commerce bei der GWS – und bin sehr froh, die Perspektive gewechselt zu haben: von der Agentur zum Produkthersteller. Hier kann ich nicht nur gestalten, sondern auch langfristig etwas aufbauen.
Wie siehst du die aktuelle Situation im E-Commerce, vor allem in Bezug auf den Großhandel?
Alexandra: Der Großhandel steht aktuell vor einer entscheidenden Weichenstellung: Während der Gesamtumsatz stagniert, wächst der Anteil des E-Commerce kontinuierlich. Wer jetzt keine klare Digitalstrategie verfolgt, läuft Gefahr, mittelfristig Marktanteile zu verlieren.
Besonders spannend finde ich die zunehmende Relevanz von predictive analytics. Großhändler können mithilfe von KI z B. Bedarfe ihrer Kunden vorhersagen, automatische Nachbestellungen anstoßen oder proaktiv Angebote versenden. Auch Cross-Selling-Potenziale lassen sich identifizieren – was nicht nur das Marketing, sondern auch Lagerhaltung und Verfügbarkeit optimiert.
Kurz gesagt: Wer vorausschauend agiert, hat die Nase vorn. Genau das spiegelt sich auch im Namen unserer Plattform wider – FORESIGHT. Wir wollen nicht nur reagieren, sondern die Zukunft des B2B-E-Commerce aktiv mitgestalten.
Warum glaubst du, dass gevis COMMERCE | FORESIGHT genau die richtige Lösung für Großhändler ist? Was ist das Besondere an unserem Produkt?
Alexandra: FORESIGHT ist kein Baukasten von der Stange – sondern eine Lösung, die speziell für den Großhandel entwickelt wurde. Wir haben viele branchenspezifische Anforderungen direkt in unser Produkt integriert – ohne zusätzliche Agenturkosten.
Unsere USPs bringen es auf den Punkt:
- In 48 Stunden live – so schnell geht Großhandels-E-Commerce heute
- Shopware-Power, aber ohne Agenturkosten – volle Kontrolle für den Kunden
- Vollintegriert & kosteneffizient – ERP-Daten perfekt im Shop
- Mit Herzblut für den Großhandel – echte Menschen, echte Lösungen
- Unsere Investitionen fließen direkt in Features für unsere Kunden – nicht in Basics
Das Feedback unserer Kunden zeigt: Genau diese Kombination aus Tiefe, Geschwindigkeit und Branchenverständnis macht den Unterschied.
Du leitest die Business Unit E-Commerce (ECO). Was macht diese Business Unit?/Was ist der Ansatz dahinter, die Arbeit so zu organisieren?
Alexandra: Unsere Business Unit verantwortet das gesamte Produkt gevis COMMERCE | FORESIGHT – von der Weiterentwicklung über das Onboarding bis hin zu Schulung, Support und Customer Success. Auch den Vertriebsprozess begleiten wir eng.
Das Besondere ist: Kund:innen bekommen bei uns alles aus einer Hand – und das spüren sie.
Wir arbeiten eng mit den ERP-Abteilungen zusammen, weil E-Commerce bei uns immer im Zusammenspiel mit dem ERP gedacht wird. Auch der Austausch mit dem Vertrieb ist zentral – etwa bei der Akquise und Übergabe neuer Kunden.
Als Führungskraft lege ich großen Wert auf eine mitarbeiterzentrierte Kultur: Mein Team soll seine Stärken einbringen und weiterentwickeln können. Natürlich gibt es auch mal unliebsame Aufgaben – aber grundsätzlich möchte ich, dass meine Mitarbeitenden in ihren Rollen aufblühen können. Das macht uns als Team stark.
Auf welche bisher erreichten Meilensteine bist du besonders stolz?
Alexandra: Ich bin unglaublich stolz darauf, dass wir in nur einem Jahr ein komplett neues E-Commerce-Produkt aufgebaut und bereits über 20 Kunden erfolgreich überzeugt haben.
Besonders herausfordernd – aber auch erfüllend – war es, die nötigen Strukturen für ein skalierbares Onboarding und einen reibungslosen Betrieb zu schaffen: Wer betreut die Kunden? Wie laufen Schulungen? Welche Prozesse braucht es intern? All das mussten wir parallel zur Produktentwicklung stemmen – und haben es gemeinsam als Team geschafft.
Wohin soll die Reise mit gevis COMMERCE | FORESIGHT gehen?
Alexandra: Unsere Vision ist klar: Wenn ein Großhändler 2030 über ein neues Shopsystem nachdenkt, soll gevis COMMERCE | FORESIGHT automatisch mit auf dem Tisch liegen – als feste Größe im Markt.
Derzeit sind wir stark im technischen Großhandel unterwegs, wollen aber perspektivisch auch weitere Branchen wie Stahl oder Sanitär aber auch andere Großhandelsbereiche erschließen.
Langfristig soll FORESIGHT – neben dem ERP – ein strategisches Standbein für die GWS sein. Und dafür legen wir jetzt die Grundlagen.
Wenn du gevis COMMERCE | FORESIGHT in drei Worten beschreiben müsstet, welche wären das?
Alexandra: Tiefenintegriert. Leistungsfähig. Branchenprimus. Diese drei Worte beschreiben nicht nur unsere Lösung, sondern auch unseren Anspruch: Wir kennen den Großhandel, liefern echte Ergebnisse und denken den Shop nicht als Insellösung – sondern als integralen Bestandteil einer zukunftsfähigen IT-Strategie.


